Beschaffung in China ist auf dem Weg zu den Raten vor der Pandemie

19. Feb. 2024

shipping containers with China flag

Während China früher der Hauptlieferant für globale Lieferketten war, veranlasste die COVID-Pandemie viele Unternehmen dazu, ihre Lieferanten nach Südostasien und in Nearshore-Standorte zu verlegen. Eine aktuelle Umfrage von QIMA deutet jedoch darauf hin, dass sie zurück zu chinesischen Lieferanten wechseln. Das Verständnis der Ergebnisse unserer Umfrage und wie sich diese Beschaffungstrends auf globale Lieferketten auswirken, kann Ihnen helfen, fundierte Beschaffungsentscheidungen zu treffen, da sich die Lieferantenlandschaft ändert.

Wo China früher 67 % des relativen Anteils an den Beschaffungsvolumen für Käufer mit Sitz in den USA und der EU hielt, sank das Beschaffungsvolumen Chinas im Jahr 2022 auf 48 %. Diese Veränderungen in den Beschaffungstrends kamen mit der COVID-19-Pandemie und steigenden geopolitischen Spannungen, die viele Käufer mit Sitz in den USA und der EU dazu veranlassten, ihre Beschaffung auf Lieferanten in Südostasien und Nearshore zu verlagern, um ihre Lieferkettenrisiken zu reduzieren.

Jedoch zeigen die Beschaffungsdaten 2023 ein stetiges Wachstum der Beschaffung aus China, wobei Daten darauf hindeuten, dass sich China möglicherweise von den Rückgängen der letzten Jahre erholt. Die Daten von QIMA, die auf einer Umfrage unter mehr als 800 Unternehmen basieren, zeigten einen bemerkenswerten Anstieg der Nachfrage nach Inspektionen und Audits von Käufern in den USA und der EU in China um 5,4 % im Jahresvergleich (YoY).

Dieser Aufwärtstrend, der erstmals im Q4 2023 Barometer von QIMA beobachtet wurde, markiert den ersten Anstieg des Anteils Chinas an den Lieferantenportfolios dieser Käufer seit 2018. Solche Daten deuten auf ein erneuertes Vertrauen in chinesische Lieferanten hin und heben ihre Fähigkeit hervor, sich in einer Welt nach der Pandemie anzupassen und zu erholen.

Abbildung 1. Wichtigste Lieferantenmärkte für Käufer mit Sitz in den USA und der EU (relativer Anteil an den Beschaffungsvolumen) Die Beschaffung in China ist seit 2018 jährlich zurückgegangen, während die Beschaffung in Südostasien und Südasien stetig gestiegen ist. Im Jahr 2023 gab es zum ersten Mal seit Jahren einen Anstieg der Beschaffung in China, mit einem Anstieg von 48 % auf 50 %.

top sourcing markets from EU and US

Die Zukunft der Rolle Chinas in globalen Lieferketten

Der Aufwärtstrend in Chinas Kurs weist auf seine Erholung in globalen Lieferketten hin; dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass es zu den Beschaffungsraten vor der Pandemie zurückkehren wird. Während China weiterhin seine Position in globalen Lieferketten bekräftigt, muss es möglicherweise mit den wachsenden Märkten in Südostasien und dem wachsenden Trend des Nearshoring konkurrieren.

Glücklicherweise wird der Optimismus bezüglich der Beschaffung in China durch zusätzliche Daten gestützt, die ein erhebliches Interesse aus westlichen Ländern zeigen. Laut einer aktuellen Umfrage von QIMA planen 59 % der US-amerikanischen und 68 % der in der EU ansässigen Befragten, ihr Geschäftsvolumen mit chinesischen Lieferanten entweder beizubehalten oder zu erhöhen. Dieses große Interesse der wichtigsten globalen Volkswirtschaften unterstreicht die zentrale Rolle chinesischer Lieferanten bei der Unterstützung vielfältiger und komplexer globaler Lieferketten und deutet auf Chinas Erholung hin zu Beschaffungsraten vor der Pandemie.

Abbildung 2. QIMA Beschaffungsumfrage, „Wie viel Geschäft planen Sie im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 mit chinesischen Lieferanten?“ Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Käufer aus den USA und der EU beabsichtigt, ihre Einkaufsgewohnheiten in China fortzusetzen oder zu erhöhen, was auf das anhaltende Wiederwachstum der chinesischen Beschaffung durch ausländische Käufer hinweist.

pie charts depicting US and EU interest in sourcing from China

Obwohl die Trends von 2023 ein vielversprechendes Bild für Chinas wiederhergestellte Rolle in der globalen Wirtschaft zeichnen, müssen Unternehmen das aktuelle geopolitische Umfeld und dessen potenzielle Auswirkungen im Blick behalten. Das Jahr 2024 könnte ein weiteres schwieriges Jahr für in China ansässige Lieferanten darstellen, da die politischen Spannungen der US-Präsidentschaftswahl die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China stark beeinflussen könnten. Dieser geopolitische Aspekt könnte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Beschaffung von chinesischen Lieferanten spielen.

Schlüsselzahlen

QIMA-Daten zeigen:

  • Beschaffung in China nimmt erstmals seit Jahren zu: Der relative Anteil Chinas in den Lieferantenportfolios von Käufern mit Sitz in den USA und der EU stieg 2023 um 5,4 % YoY, was erstmals seit fünf Jahren einen Anstieg zeigt.

  • Die Nutzung chinesischer Beschaffung wird 2024 wahrscheinlich zunehmen: Mehr als die Hälfte (59 %) der US-Käufer und (68 %) der in der EU ansässigen Käufer planen, ihre aktuellen Kaufgewohnheiten mit China zu erhöhen oder beizubehalten, während nur 30 % der US-Käufer und 20 % der EU-Käufer beabsichtigen, die Beschaffung in China zu reduzieren.

Vollständiger Bericht: QIMA Barometer Q1 2024

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