Nearshoring in Mexiko auf dem Vormarsch: Mexiko überholt China als führender Handelspartner der USA

29. Nov. 2023

Mexico a flag on a pole

Der Trend zum Nearshoring gewinnt an Schwung, da mehr als die Hälfte der Unternehmen in den USA und der EU Interesse an der Zusammenarbeit mit nahegelegenen Lieferanten zeigt. Im Jahr 2023 ist Mexiko zum größten Handelspartner der USA geworden und hat damit China überholt. Im dritten Quartal 2023 zeigte die Nachfrage der US-Käufer nach Audits und Inspektionen in Mexiko ein bemerkenswertes Wachstum von +17% im Jahresvergleich. Eine wachsende Vorliebe für Nearshoring nach Mexiko verändert die Landschaft für US-Käufer und bietet ihnen verbesserte Zuverlässigkeit und Agilität in der Lieferkette, was potenziell Lieferzeiten und Transportkosten reduziert und gleichzeitig die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit einem nahen Nachbarn fördert.

US-Käufer priorisieren die Produktion in Mexiko gegenüber China

Mexiko hat China als größten Handelspartner der USA im Jahr 2023 überholt, wobei die Nachfrage nach Audits und Inspektionen ein zweistelliges Wachstum verzeichnet. In der Zwischenzeit war das Wachstum der Beschaffung in China seit 2019 langsam. Erst kürzlich, im dritten Quartal 2023, stieg der relative Anteil Chinas am Lieferantenportfolio der US-Käufer, was den ersten Anstieg seit Beginn der COVID-19-Pandemie darstellt.

Im Juli 2023 machte Mexiko 15% der US-Importe aus, während China 14,6% ausmachte.

Mexiko zieht in beeindruckendem Tempo neue Geschäfte an; nach einigen Schätzungen ist der industrielle Raum in Mexiko seit 2019 um 30% gewachsen. Mexiko bietet Käufern aus den USA viele Vorteile wie geografische Nähe, null Zölle, niedrige Arbeitskosten und eine verhältnismäßig ausgereifte Produktionsbasis. Der Einkauf aus Mexiko ermöglicht es amerikanischen Marken auch, Risiken zu reduzieren, indem sie ihre Lieferketten verkürzen.

Wie in jeder anderen Region birgt auch die Beschaffung aus Mexiko einige Herausforderungen, darunter Infrastruktur, Stromverfügbarkeit und Sicherheit.

In den kommenden Jahren werden US-Marken voraussichtlich bedeutende Veränderungen in ihren Beschaffungsstrategien erleben. Da das Nearshoring nach Mexiko weiter zunimmt, müssen US-Käufer die oben genannten Herausforderungen angehen, um die Vorteile, die dieser strategische Wandel bietet, voll auszuschöpfen.

Lesen Sie mehr über die Geschichte, Vorteile und Herausforderungen des Nearshorings in Mexiko in unserem Whitepaper: Nearshoring in Mexiko für US-Marken: Vorteile und Herausforderungen

Nachbarschaftsproduktion gewinnt weltweit an Schwung

Dieser Wechsel zur Beschaffung in Mexiko ist Teil eines größeren globalen Trends, da immer mehr Unternehmen auf Nearshoring setzen, anstatt in weiter entfernten Ländern zu sourcen. Weltweit berichten mehr als die Hälfte (57%) der von QIMA befragten Unternehmen, dass Nearshoring ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lieferkettenstrategie im Jahr 2023 und darüber hinaus ist.

Abbildung 1. „Ist Nearshoring Bestandteil Ihrer kurzfristigen und mittelfristigen Lieferkettenstrategie?“

Unternehmen auf der ganzen Welt wenden sich zunehmend von der Beschaffung in weit entfernten Ländern ab und wenden sich stattdessen Beschaffungszielen zu, die näher an der Heimat liegen.

Q4 Fig N1

Schlüsselzahlen

Die QIMA-Umfrage von mehr als 250 Unternehmen zeigt, dass:

  • Starkes Wachstum der Nachfrage nach Audits und Inspektionen in Mexiko: Im dritten Quartal 2023 zeigt die Nachfrage der US-Käufer nach Audits und Inspektionen in Mexiko ein signifikantes Wachstum von +17% im Jahresvergleich.

  • Beeindruckendes industrielles Wachstum: Der industrielle Raum in Mexiko hat sich seit 2019 um etwa 30% vergrößert, was seine Attraktivität für Käufer aus den USA widerspiegelt.

Trend des Nearshorings gewinnt an Schwung: 57% der in den USA und der EU ansässigen Unternehmen betrachten Nearshoring als Schlüsselelement ihrer Lieferkettenstrategie, was einen breiteren globalen Trend zur Beschaffung von nahegelegenen Lieferanten widerspiegelt.

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