Ein Leitfaden zu den CPSIA-Vorschriften für Kinderschmuck

24. Feb. 2023

Child’s hands with bracelets – CPSIA jewelry - astm f2923

Der Consumer Product Safety Improvement Act, oder CPSIA, ist ein bahnbrechendes Verbraucherschutzgesetz in den Vereinigten Staaten, das der Consumer Product Safety Commission (CPSC) zusätzliche Befugnisse gewährt, um sicherzustellen, dass die auf dem US-Markt verkauften Produkte für den vorgesehenen Gebrauch sicher sind.

Unter vielen anderen Vorschriften erkennt die CPSC den ASTM F2923 'Standard Specification for Consumer Product Safety for Children's Jewelry' als beste Praxis der Industrie an

Durch die Festlegung von Spezifikationen für Kinderschmuck zielt ASTM F2923 darauf ab, sicherzustellen, dass solcher Schmuck dem Träger keine Schäden zufügt. Da ASTM F2923 ein umfangreiches Dokument ist, wird dieses Handbuch eine Zusammenfassung seiner Spezifikationen enthalten. Sie können die vollständigen Spezifikationen auf der ASTM-Website hier finden oder sich für detailliertere Informationen an einen Experten wenden.

Was ist Kinderschmuck?

ASTM F2923 definiert "Kinderschmuck" als ein Schmuckstück, das hauptsächlich dazu bestimmt ist, von einem Kind von 12 Jahren oder jünger getragen zu werden. Außerdem werden zur Unterscheidung von Schmuck gegenüber Spielzeug oder anderen Gegenständen nur die folgenden als Schmuck angesehen:

  • Armband, Brosche, Kette, Krone oder Tiara, Manschettenknopf, Haaraccessoires, Ohrringe oder Ohrclips, Halskette, Anstecknadeln, Ring, Piercingschmuck, im Mund zur Zierde getragener Schmuck, Fußkettchen.

  • Jeder Anhänger, jede Perle, Kette, Verbindung, Anhänger oder andere Befestigung an Schuhen oder Kleidung, die dazu entworfen sind, entfernt und als Schmuck getragen zu werden, allein oder an einem Artikel befestigt.

  • Schmuck, der eine Uhr enthält. Dies gilt nicht für eine Armbanduhr oder andere Zeitmesser, deren Hauptfunktion nicht dekorativ ist.

  • Perlen oder andere Schmuckkomponenten in Selbstbau-Bastelsets, bei denen das endgültige Schmuckprodukt hauptsächlich als Kinderschmuck konzipiert und vorgesehen ist.

Wenn der Schmuck, den Sie in die USA importieren möchten, der Definition von Kinderschmuck entspricht, muss er den Spezifikationen von ASTM F2923 entsprechen.

Die Spezifikationen von ASTM F2923 befassen sich mit zwei Hauptarten von Gefahren: Toxizität und mechanische Gefahren.

Toxizitäts-Spezifikationen

Die Toxizitätsspezifikationen in ASTM F2923 konzentrieren sich hauptsächlich auf das Vorhandensein schädlicher Metalle. Die Spezifikationen sind abhängig vom spezifischen Metall, seiner Position im Schmuck und wie der Schmuck getragen werden soll unterschiedlich. Folgende Metalle sind in den Spezifikationen enthalten:

  • Blei - Bleigehalt darf nicht mehr als 100 ppm (100 Teile pro Million) im Substrat und nicht mehr als 90 ppm in Beschichtungen und Farben betragen

  • Kadmium - Der Kadmiumgehalt darf in keiner Komponente 75 ppm überschreiten. Jedoch gelten zusätzliche Anforderungen, wenn die Komponente von einem Kind verschluckt werden kann, in welchem Fall Beschränkungen für die Menge an Kadmium, die aus dem Schmuck in den Körper freigesetzt werden kann, gelten

  • Nickel - Jeder Schmuck, der dazu bestimmt ist, durch die Haut gestochen zu werden (z.B. Ohrringstifte), oder der über längere Zeit auf der Haut getragen wird, muss die Spezifikationen für die maximale Metallfreisetzung bestehen

  • Antimon, Arsen, Barium, Chrom, Quecksilber, Selen - Alle Farben oder Beschichtungen von Kinderschmuck müssen auf das Vorhandensein dieser löslichen giftigen Metalle getestet werden

  • Phthalate - Kunststoffhaltige zugängliche Komponenten von Kinderschmuck dürfen nicht mehr als 0,1 Prozent (1000 ppm) der folgenden Phthalate enthalten: di-(2-ethylhexyl)phthalate (DEHP), Dibutylphthalat (DBP), Benzylbutylphthalat (BBP), Diisononylphthalate (DINP), Diisobutylphthalate (DIBP), Di-n-pentylphthalate (DPENP), Di-n-hexylphthalate (DHEXP), Dicyclohexylphthalat (DCHP)

Mechanische Spezifikationen

Zusätzlich zu den Toxizitätsspezifikationen enthält ASTM F2923 auch Spezifikationen zu den physikalischen Eigenschaften von Schmuck, die ein Verletzungsrisiko für Kinder darstellen können.

  • Um den Hals getragener Schmuck - Um Strangulation zu verhindern, muss jeder Schmuck, der um den Hals getragen werden soll, wie beispielsweise Halsketten, unter Spannung bei einer Kraft von 15 Pfund oder mehr brechen.

  • Schmuck mit Magneten - Magnete stellen für Kinder eine Gefahr dar: beim Einatmen oder Verschlucken können sie innere Organe einklemmen und ernsthafte Schäden verursachen. Kein Schmuck darf lose Magnete im Zustand "wie erhalten" enthalten. Außerdem sollte sich kein Magnet nach Gebrauch und Missbrauch vom Schmuck lösen.

  • Schmuck mit Batterien - Wenn die in dem Schmuck verwendeten Batterien verschluckt werden können, müssen solche Batterien sicher im Schmuck befestigt sein, sodass sie ohne Werkzeug nicht entfernbar sind.

  • Scharfe oder gefährliche Kanten - Schmuck, der für Kinder bis 8 Jahre vorgesehen ist, darf keine Kanten oder Spitze haben, die Verletzungen verursachen könnten.

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