Ein Überblick über die REACH SVHCs (Stoffe von sehr hoher Besorgnis): Verstehen von SVHCs und Konformität
5. Okt. 2023

Die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) ist eine Verordnung der Europäischen Union (EU), die 2006 eingeführt wurde. Ihr Hauptziel ist es, die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu schützen, indem Transparenz und Wissen über chemische Stoffe in der EU verbessert werden und die Einführung sicherer Alternativen gefördert wird. Für Unternehmen, die in der EU Produkte herstellen, ist das Verständnis und die Einhaltung von REACH, insbesondere in Bezug auf besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHCs), entscheidend. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über REACH-SVHCs, die von ihnen umfassten Chemikalien und ihre Bedeutung für die Einhaltung von REACH.
Was sind SVHCs?
Besonders besorgniserregende Stoffe, abgekürzt als SVHCs, bilden eine spezifische Kategorie chemischer Verbindungen, die unter das regulatorische Rahmenwerk der REACH-Verordnung der Europäischen Union fallen. SVHCs können verschiedene gefährliche Eigenschaften aufweisen, darunter:
Karzinogenität (die Fähigkeit, Krebs zu verursachen)
Mutagenität (die Fähigkeit, genetische Mutationen zu induzieren)
Reproduktionstoxizität (schädliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und ungeborene Kinder)
Bioakkumulation (die Tendenz, sich in lebenden Organismen anzusammeln und in der Nahrungskette aufzusteigen)
Stoffe werden als SVHCs identifiziert und ausgewiesen, da sie potenziell erhebliche Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen.
Gesundheitsbedenken: SVHCs wie Bleiverbindungen und Phthalate können schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Diese Stoffe können bei längerer Exposition zu Entwicklungsstörungen, Fortpflanzungsproblemen oder sogar Krebs führen.
Umweltbelastung: Einige SVHCs, wie bestimmte Flammschutzmittel, wurden als Umweltschadstoffe entdeckt, die über längere Zeiträume bestehen bleiben, sich in Ökosystemen ansammeln und Gefahren für die Tierwelt darstellen. Stoffe, die sich in lebenden Organismen akkumulieren, können in der Nahrungskette aufsteigen und sich in höherstufigen Raubtieren konzentrieren. Diese Bioakkumulation kann letztendlich die Umwelt und die menschliche Gesundheit beeinträchtigen (zum Beispiel beim Verzehr von belastetem Fisch).
Regulierungen zur Verwendung von SVHCs in Produkten
Der Einsatz von SVHCs in Ihren Produkten ist nicht gänzlich verboten, erfordert jedoch eine Genehmigung zur Verwendung in jedem Produkt.
Die EU verhängt strenge Beschränkungen hinsichtlich der Konzentration von SVHCs in Produkten und begrenzt sie auf 0,1 % des Gesamtgewichts des Produkts, für alle Produkttypen. Die Überwachung und Berichterstattung von SVHCs sind integrale Bestandteile der REACH-Konformität, da Artikel 33 (1) der REACH-Verordnung vorschreibt, dass Hersteller und Importeure von Produkten in der EU ihre Kunden über die Anwesenheit von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHCs) in ihren Produkten informieren müssen, wenn diese eine Konzentration von 0,1 % bei Teillast überschreiten. Darüber hinaus müssen sie Anweisungen für die sichere Nutzung des Produkts bieten.
Welche Chemikalien sind als SVHCs enthalten?
Die Liste der SVHCs ist nicht statisch; sie entwickelt sich weiter, wenn neue Daten und Forschungen auftauchen. Derzeit gibt es über 200 SVHCs, und diese Liste wächst weiter, da immer mehr Chemikalien untersucht werden. Eine vollständige Liste der SVHCs finden Sie in der Kandidatenliste der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA).
SVHCs umfassen eine breite Palette von Stoffen. Hier sind einige Beispiele von Stoffen, die auf der SVHC-Liste stehen:
Phthalate: Diese Chemikalienklasse findet sich häufig in Kunststoffen, Kosmetika und verschiedenen anderen Verbraucherprodukten. Einige Phthalate wurden mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Mehrere Phthalate sind auf der SVHC-Liste enthalten, da sie reproduktionstoxisch sind.
Blei: Blei, das in verschiedenen Produkten wie Farben und Batterien vorkommt, ist bekannt für seine Toxizität, insbesondere bei Kindern.
Bisphenol A (BPA): Häufig in der Produktion von Polycarbonat (PC) und Epoxidharzen verwendet, kann BPA die Hormone und Fortpflanzung stören und möglicherweise die menschliche Gesundheit beeinflussen. BPA ist auf der SVHC-Liste als 4,4'-Isopropylidenediphenol aufgeführt.
Formaldehyde: Widely used in the production of resins, adhesives, and various household products, formaldehyde is recognized for its potential carcinogenic properties. Exposure to formaldehyde can lead to respiratory issues and skin irritation. It is included on the list of SVHCs due to its classification as a carcinogen.
Sicherstellung der REACH-Konformität mit QIMA
SVHCs stellen einen entscheidenden Aspekt der Verpflichtung der EU dar, die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu schützen. Unternehmen, die in der EU Produkte herstellen, müssen wachsam in Bezug auf das Vorhandensein von SVHCs in ihren Produkten sein und die notwendigen Schritte unternehmen, um die Einhaltung der REACH-Regulierung sicherzustellen. Durch das Verständnis der Bedeutung von SVHCs und die Zusammenarbeit mit Experten wie QIMA können Unternehmen nicht nur ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen, sondern auch zu einer sichereren und nachhaltigeren Zukunft beitragen.
Unsere Regulierungsexperten bei QIMA können Ihnen helfen, die Einhaltung aller relevanten Anforderungen unter REACH, einschließlich jener zu SVHCs, zu verstehen und sicherzustellen. Wir bieten Compliance-Lösungen an, die Unternehmen helfen, die Präsenz von SVHCs in ihren Produkten zu identifizieren, zu bewerten und zu verwalten. Unsere Expertise und Erfahrung in regulatorischer Compliance und Laborprüfungen machen uns zu einem wertvollen Verbündeten für Unternehmen, die die Anforderungen von REACH erfüllen wollen.
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