Brasiliens überarbeitete Vorschrift für Lebensmittelkontaktmaterialien
9. Mai 2024

Brasilien hat kürzlich die Resolution des Kollegialen Direktoriums RDC Nr. 854 vom 04. April 2024 (RDC Nr. 854/2024) erlassen, um die technische Regelung für Verpackungen, Beschichtungen, Utensilien, Deckel und Metallgeräte, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, zu überarbeiten.
Diese regulatorische Aktualisierung, die sich an der Mercosur/GMC/RES. Nr. 48/2023 zu Metallen und Legierungen in Kontakt mit Lebensmitteln im nationalen Recht orientiert, wird erhebliche Auswirkungen auf Hersteller und Vertriebshändler haben, die auf dem südamerikanischen Markt tätig sind.
Wesentliche Änderungen und Auswirkungen:
Entfernung von Kupfer als Schwermetall: Die überarbeitete Regelung eliminiert Kupfer als eines der Schwermetalle in Verunreinigungen von metallischen Materialien. Stattdessen beinhalten die aktualisierten Spezifikationen nun Grenzwerte für die Summe von Antimon, Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber sowie individuelle Grenzwerte für Cadmium, Blei, Quecksilber und Arsen. Die neuen Spezifikationen lauten:
≤ 1 % für die Summe von Antimon, Arsen, Kadmium, Blei und Quecksilber;
≤ 0,01% für jeweils Cadmium, Blei und Quecksilber
≤ 0,03% für Arsen
2. Überarbeitung von Edelstahl und deren Spezifikationen: Die Liste der Edelstähle und deren Spezifikationen wurde überarbeitet. Bemerkenswert ist, dass die aktualisierte Regelung nun Edelstähle mit Oberflächen umfasst, die vollständig glasiert, vitrifiziert, emailliert oder mit polymeren Beschichtungen geschützt sind.
3. Spezifikationen und Beschränkungen für Aluminium und seine Legierungen: Die regulatorische Aktualisierung führt neue Spezifikationen und Beschränkungen für sowohl anodisiertes als auch nicht anodisiertes Aluminium und seine Legierungen ein.
4. Sprachliche Aktualisierungen für unbeschichteten Kohlenstoffstahl: Unbeschichteter Kohlenstoffstahl unterliegt nun neuer Sprache und Einschränkungen, die in der Regelung festgelegt sind.
Um die Konformität für Lebensmittelverpackungen und -behälter sicherzustellen, wird empfohlen, Tests von lebensmittelberührenden Materialien durch einen zuverlässigen Drittanbieter wie QIMA durchführen zu lassen.
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